Technikspiele steigern das Lernvergnügen
VDI nachrichten
10. Februar 2012
E-Learning: Lernen macht Spaß. Das bewies die 20. Learntec in Karlsruhe. Zum klassischen Frontalunterricht gibt es spannende Technikalternativen und Ergänzungsangebote. Mobile Learning ist ausbaufähig, Social Media Learning gewinnt immer mehr Anhänger und Serious Games finden nicht mehr allein in der Freizeit Anwendung.
Dass Lernen anstrengend ist, galt lange Zeit als unumstößliches Dogma. Doch solche Wahrheiten kamen in den vergangenen Jahren gehörig ins Wanken. „Ich habe von meinen Studenten gelernt, dass Spiele dabei helfen können, mit Komplexität umzugehen“, sagt Norbert Bolz, Professor an der Technischen Universität Berlin. Für den Medienwissenschaftler verschwinden die starren Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit ebenso wie die zwischen Lernen und Spielen. „In den USA gibt es den passenden Begriff ,Hard Fun''“, erläutert Bolz. Spielerisch neue Inhalte lernen, klingt nicht nur für Schüler verlockend.
Auch in diesem Jahr wagten die Learntec-Macher Sünne Eichler und der Karlsruher Informatikprofessor Peter Henning mit ihrem „Learntec Orakel“ einen Ausblick auf die Bildungstrends 2012. Mobile Learning ist zwar mittlerweile im Alltag angekommen, doch für die kommenden Jahre sollen dieses Marktsegment und entsprechende Angebote weiter wachsen. Denn mit der größeren Verbreitung von Smartphones steigen auch die Möglichkeiten, die Geräte zum Spielen und Lernen zu verwenden. Interessant werden damit auch Lernlektionen, die sich in kleine Portionen aufteilen und nutzen lassen. Neudeutsch heißt das dann „Micro-Learning“.
Social Media Learning gewinnt sowohl für Unternehmen als auch in der persönlichen Lernagenda zukünftig an Relevanz. „Social Media ist kein technisches sondern ein gesellschaftliches Thema“, sagt Peter Henning.
Und der dritte große Trend heißt „Serious Games“. Mit ausgereifterer Technik und Grafik finden diese Lernspiele auch im seriösen Weiterbildungssektor neue Anwendungsmöglichkeiten…









