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[  VIRTUAL FIRES  ]

VIRTUALFIRES Projekt

Feuerwehrmänner simulieren Brandbekämpfung in einem virtuellen Tunnel

Ziel des Virtual Fires Projektes ist es auf der Basis der Software COVISE einen Simulator zu entwickeln, der es ermöglicht Feuerwehrmänner in einer computergenerierten virtuellen Umgebung für die Tunnelbrandbekämpfung zu trainieren. Dies stellt eine billige und umweltfreundliche Alternative zu realen Feuerlöschübungen dar, bei denen brennender Treibstoff in stillgelegten Tunneln zum Einsatz kommt. Der Simulator kann auch für den Test eines Tunnels auf seinen Brandsicherheitsgrad sowie den Einfluss vorbeugender Maßnahmen, wie Entlüftung und Feuerbekämpfungseinrichtungen, eingesetzt werden.

Seit November 2001 arbeitet ein Team, das sich aus Experten aus fünf europäischen Länder zusammensetzt, an der Realisierung des VIRTUALFIRES Projekts. Die Projektpartner haben sich zum Ziel gesetzt auf der Basis von COVISE einen Simulator zu entwickeln, der es erlaubt, Tunnelbrandbekämpfungsmaßnahmen zu simulieren. D.h. zukünftig werden Feuerwehrmänner ihre Rettungsübungen mit Hilfe eines Datenhelms in einem virtuellen Tunnel durchführen. Kostenintensive Rettungsübungen in realen Tunneln, die für den Verkehr gesperrt werden müssen, mit realen brennenden Fahrzeugen, werden durch kostengünstigere, vereinfachte virtuelle Operationen ersetzt, die so oft wie nötig wiederholt werden können. Der Simulator kann auch zur Überprüfung der Sicherheitseinrichtungen (bspw. Entlüftung und Feuerbekämpfungseinrichtungen) in bestehenden oder geplanten Tunneln eingesetzt werden. Darüber hinaus kann der Simulator auch für das Verhaltenstraining von Autofahrern in einem Brandfall verwendet werden. In der virtuellen Welt gewinnen die Anwender den Eindruck in der realen Welt zu sein. Sie haben die Möglichkeit auf die jeweilige Situation zu reagieren (bspw. vor dem Feuer wegrennen) oder die Eigenschaften der virtuellen Umgebung zu verändern (bspw. die Entlüftungsmerkmale). Um diese Ziele zu erreichen werden die neuesten Techniken der Informationstechnologie sowie der numerischen Simulation eingesetzt. Durch den Einsatz von Computern kann die Ausbreitung von Feuer und Rauch basierend auf komplexen Berechnungen simuliert werden.

Eine erste Testversion einer PC-basierten Variante mit Datenhelm wird für April 2003 erwartet. Eine CAVE-Version, die die Teilnahme von mehr als einer Person an der Simulation ermöglicht, ist für den November 2003 geplant. Das Projekt wird mit einer Summe von 1,5 Mio. EURO aus dem IST (Information Society Technologies) Programm der Europäischen Union unterstützt und ist auf eine Dauer von 30 Monaten ausgelegt.

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